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"Was im Leben wirklich vorkommt" - Besinnungstag zur Einstimmung auf den Advent

SMAH/AF. „Ich bin heute zum dreißigsten Mal dabei“, sagt eine strahlende Frau, die mit einer Busgruppe aus Neuler zum Besinnungstag kommt. Unter den rund 150 Teilnehmern, die aus der Umgebung von Aalen, Krauchenwies und Wißgoldingen sowie aus den umliegenden Ortschaften anreisen, sind tatsächlich viele, die sich Jahr für Jahr oder sogar zweimal im Jahr Zeit für einen Besinnungstag auf der Liebfrauenhöhe nehmen. In diesem Jahr gibt es zum ersten Mal die Möglichkeit, sich mit einem Besinnungstag auf die kommende Adventszeit einzustimmen.


Zum Ankommen gibt es Kaffee und Brezeln.


Vortrag: "Licht ins Dunkel: Gott ist nah"

Ich brauche etwas für das Leben

„Da war drin, was im Leben wirklich vorkommt“, gibt Herr Flaiz als Echo auf den Vortrag zum Tagesthema „Licht ins Dunkel: Gott ist nah“. Das Lebensbeispiel einer Frau, die erzählt, wie sie trotz eines Wasserschadens im Geschäft, der mit vielen Schwierigkeiten verbunden ist, Lichtblicke in ihrem Alltag findet und sich daran aufbaut, spricht ihn besonders an. „Ich brauche nicht nur gute Gedanken, ich brauche etwas für das Leben“, meint er.


Reger Austausch bei den Mahlzeiten


Die Prozession zum Heiligtum ist eine gute Tradition.


Besonderheit: Die Krauchenwieser bringen ihren Musikanten mit.

Im Advent dem Licht Raum verschaffen

Schwester M. Annjetta Hirscher gibt in ihrem Vortrag viele praktische Tipps, die sich im Alltag gut umsetzen lassen und erschließt vier Schritte zum Licht für einen persönlichen Adventsweg. Eine Anregung ist, den Advent als Zeit zu nutzen, um dem Licht Raum zu schaffen. Das Bild eines übervollen Schrankes veranschaulicht deutlich, was Platz schaffen heißt: durch Aufräumen neue Freiräume bekommen, Prioritäten setzen. „Ich nehme die Stille und das Aufräumen mit“, betont  ein Herr aus Jungingen, der zum ersten Mal beim Besinnungstag ist.

Hier haben wir haben die Kurve wieder bekommen

Aufräumen betrifft nicht nur die Wohnung, sondern noch viel mehr das eigene Herz. In der Mittagszeit nutzen viele Teilnehmer das Angebot der Beichte und machen die Erfahrung der Befreiung. „Wir sahen den Kardinal zur Kirche gehen“, so erzählt ein Ehepaar, „dann sind wir gleich hinterher. Wir waren jahrelang nicht mehr beim Beichten, aber hier haben wir die Kurve wieder bekommen.“

Wir kommen wieder

„Können wir noch mehr Gebetsbildchen mitnehmen?“, fragen Frauen aus Neuler, die eine Adventsfeier in der Pfarrei gestalten wollen. Eine Teilnehmerin erbittet sich das Gedicht, das zur Einstimmung vorgetragen wurde. So rüsten sich die Einzelnen, um in ihrer Umgebung das empfangene Licht wieder weiter zu verschenken.

Als beim Schlussgebet am Heiligtum der Himmel etwas „Weihwasser“ von oben schickt, lassen sich die Teilnehmer nicht beirren und singen kräftig noch alle Strophen von „Segne du, Maria“. „Das muss einfach sein“, erklärt eine Frau mit Tränen in den Augen.

Für viele Besucher sind die Besinnungstage eine Tankstelle im Alltag. „Diesen Tag lasse ich mir nicht nehmen“, sagt eine Teilnehmerin, „davon zehre ich lange.“ „Wir kommen wieder!“, ruft eine Frau aus Mutlangen im Bus vor der Abfahrt.